Europa Pelzfrei

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DEINE STIMME FÜR EIN PELZFREIES EUROPA!

Auf Pelzfarmen werden Tiere in extrem enge, übereinander gestapelte Drahtkäfige gezwängt. Aus Verzweiflung verletzen sie sich selbst. Auch Kannibalismus ist unter diesen Bedingungen keine Seltenheit. Die Tiere leiden an infizierten Wunden und oft fehlen ihnen bereits Gliedmaßen. Diese grausame Art der Tierhaltung kann nicht einmal die grundlegendsten Bedürfnisse erfüllen. Die Pelzindustrie ist grausam, eine Gefahr für die Gesundheit von Tier und Mensch und extrem umweltschädlich.

Wir schreiben Geschichte und setzen dem ein Ende! Sei ein Teil davon und stimme jetzt für ein Europa, frei von grausamen Pelzfarmen. Sobald die Initiative eine Million validierte Stimmen hat, ist die EU-Kommission verpflichtet, sich mit unseren Forderungen zu befassen.

Die EU-Bürger:innen-Initiative für ein pelzfreies Europa („Fur Free Europe“) fordert die EU auf:

  • Ein EU-weites Pelzfarmverbot zu erlassen.
  • Den Verkauf von Zuchtpelz-Produkten auf dem europäischen Markt zu verbieten.

WARUM SOLLTEN PELZFARMEN UND ZUCHTPELZE EU-WEIT VERBOTEN WERDEN?

Die Pelzzucht ist weitgehend als unheimlich grausam bekannt und wird vom Großteil der EU-Bürger:innen abgelehnt. In zahlreichen Mitgliedsstaaten sind Pelzfarmen bereits verboten. Sie gelten als:

UNETHISCH

Für Pelze werden Wildtiere wie Füchse oder Nerze gezüchtet. Ihre komplexen Bedürfnisse können in Gefangenschaft unmöglich erfüllt werden. Auch die Zucht von domestizierten Tieren wie Chinchillas oder Kaninchen für die Pelzgewinnung ist ethisch nicht zu rechtfertigen. Denn Menschen sind keineswegs auf den Pelz der Tiere angewiesen. Unabhängig davon, wie die Tiere in Pelzfarmen gehalten werden, ist die Pelztierzucht als unethisch zu betrachten.

GEFÄHRLICH

Während der Covid-19 Pandemie waren etliche Nerzfarmen von Coronavirus-Ausbrüchen betroffen. Diese Ausbrüche waren auch dafür verantwortlich, dass neue Varianten des Virus von den Tieren auf Menschen übertragen wurden. Die Vorfälle haben bestätigt und verdeutlicht, dass Pelzfarmen eine große Gefahr für die Gesundheit von Tier und Mensch darstellen.

UMWELTSCHÄDIGEND

Die Pelzproduktion hat durch unterschiedliche Aspekte erhebliche Auswirkungen auf unsere Umwelt und stellt eine Bedrohung für die europäische Artenvielfalt dar. Aus Pelzfarmen entkommene Tiere, wie der Amerikanische Nerz, verbreiten sich in der EU rasend schnell und verdrängen gefährdete, heimische Arten. Beim Verarbeiten und Färben von Pelzen kommen giftige Chemikalien zum Einsatz. Die Pelzindustrie ist unter den Top 5 der Industrien mit dem höchsten Ausstoß von umweltschädlichen, toxischen Metallen.

WARUM JETZT?

Es ist Zeit, die Grausamkeiten der Pelztierzucht der Vergangenheit angehören zu lassen. Die Zukunft muss ein pelzfreies Europa sein. Momentan bietet sich eine nie dagewesene Gelegenheit, ein Pelzfarmverbot und das Verbot des Verkaufs von Zuchtpelz-Produkten durchzusetzen:

  • In vielen Mitgliedsstaaten sind Pelzfarmen bereits verboten.

  • Zahlreiche Marken sind den ethischen Forderungen ihrer Kunden bereits nachgekommen und haben sich dazu entschlossen, keine Pelze mehr zu verwenden.

  • Die EU-Kommission wurde gemeinsam von 12 EU-Ländern aufgefordert, einen Gesetzesvorschlag für ein dauerhaftes Verbot der Pelztierhaltung in der EU vorzulegen.

  • Zurzeit werden die Tierschutzvorschriften der EU als Folge der EBI „End The Cage Age“ überarbeitet. Die Überarbeitung ist die optimale Gelegenheit, um ein Verbot der Produktion und des Verkaufs von Zuchtpelz direkt miteinzubeziehen.

  • Aufgrund der Covid-19 Pandemie befindet sich die Pelzindustrie sowohl wirtschaftlich als auch im Bereich der Tiergesundheit in einer Krise.

Handle jetzt! Gemeinsam können wir diese einmalige Chance nutzen und unser Ziel, ein pelzfreies Europa, erreichen.

WAS IST EINE EU-BÜRGER:INNEN-INITIATIVE UND WARUM IST SIE SO WICHTIG?

Gewöhnliche Unterschriftensammlungen und Petitionen dienen hauptsächlich dazu, die Meinung der Bürger:innen deutlich zu machen und einen Appell an Politiker:innen zu richten. Eine EBI ist hingegen ein direkt-demokratisches Werkzeug, mit dem die Bürger:innen die Europäische Kommission auffordern können, neue Rechtsvorschriften zu einem gewissen Thema vorzuschlagen.

Wenn in der gesamten EU mindestens 1 Million verifizierte Unterschriften gesammelt und die notwendigen Schwellenwerte an Stimmen in mindestens sieben EU-Ländern erreicht werden, sind die europäischen Institutionen verpflichtet, darauf zu reagieren und Maßnahmen zu ergreifen.

Um die Gültigkeit der Unterschriften prüfen zu können, werden personenbezogene Daten der Bürger:innen, abgefragt. In einigen Ländern (hierzu zählt z. B. Österreich) wird dazu auch die Nummer des Reisepasses bzw. des Personalausweises gebraucht. Aber keine Sorge: die Webseite und die Datenspeicherung sind ordnungsgemäß gesichert und gemäß der DSGVO registriert. Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN speichert deine Ausweisnummer nicht, die Daten werden direkt an die EU-Kommission übertragen und nur für den Zweck der Initiative verwendet.

FAQ - Bürger:innen-Initiativen

  • Gewöhnliche Unterschriftensammlungen und Petitionen dienen hauptsächlich dazu, die Meinung der Bürger:innen deutlich zu machen und einen Appell an Politiker:innen zu richten. Eine EBI ist hingegen ein direkt-demokratisches Instrument, mit dem die Bürger:innen die Europäische Kommission auffordern können, neue Rechtsvorschriften zu einem gewissen Thema vorzuschlagen.


    Wenn in der gesamten EU mindestens 1 Million verifizierte Unterschriften gesammelt und die notwendigen Schwellenwerte an Stimmen in mindestens sieben EU-Ländern erreicht werden, sind die europäischen Institutionen verpflichtet, diese Initiative tatsächlich voranzutreiben.

Um eine EBI zu unterzeichnen, musst du Bürger:in eines EU-Mitgliedsstaates sein und das Alter erreicht haben, um an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilnehmen zu können. Als Österreicher:in kann man die Initiative also ab dem 16. Lebensjahr unterschreiben.


Wenn du die Voraussetzungen für die Unterzeichnung der EBI nicht erfüllst, kannst du trotzdem helfen, indem du Informationen über die EBI direkt und/oder über die sozialen Medien mit deiner Familie und deinen Freunden teilst.

Deine Stimme zählt nur, wenn du bei der Unterzeichnung der EBI alle angefragten Daten angibst. Von den Staatsbürger:innen einiger Länder (hierzu zählt z. B. Österreich) wird zur Identifikation der Unterschrift auch die Nummer des Reisepasses bzw. des Personalausweises abgefragt. Damit deine Stimmabgabe verifiziert werden kann, muss diese angegeben werden. Aber du brauchst dir keine Sorgen zu machen, denn die Webseite und die Datenspeicherung sind ordnungsgemäß gesichert und gemäß der DSGVO registriert. Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN speichert deine Ausweisnummer nicht, die Daten werden direkt an die EU-Kommission übertragen und nur für den Zweck der Initiative verwendet.

FAQ - Pelz

Diese Initiative fordert die EU auf:

    • ein EU-weites Pelzfarmverbot zu verhängen (in zahlreichen Mitgliedsstaaten gilt ein solches Verbot bereits)

    • Zuchtpelzprodukte auf dem europäischen Markt zu verbieten

Eine exakte Zahl liegt nicht vor, da wir aus Griechenland und einigen anderen Mitgliedsstaaten keine offiziellen Zahlen kennen. Die am häufigsten für Pelz gehaltene Tierart in der EU ist der Amerikanische Nerz (die EU produziert rund 27 Millionen Nerzpelze pro Jahr). Einige Farmen halten aber auch Füchse, Marderhunde oder Chinchillas.

Folgende Zahlen sind bekannt:

    • In Schweden und Spanien gibt es zur Zeit jeweils 27 Nerzfarmen

    • In Finnland gibt es 762 Pelzfarmen (Nerz, Fuchs und Marderhund)

    • In Bulgarien ist eine Nerzfarm mit 128 576 Tieren übrig, die nun dank neuen gesetzlichen Regelungen geschlossen werden soll

    • Polen hat 666 Pelzfarmen (Nerz, Fuchs und Marderhund)

    • Aufgrund von Corona-Ausbrüchen sind 15 Nerzfarmen in Dänemark temporär geschlossen. 1243 Nerzfarmen haben sich um Kompensationszahlungen beworben. Außerdem gibt es 42 Chinchillafarmen.

Auf Pelzfarmen werden die Tiere in winzigen Drahtkäfigen gehalten. Sie können sich kaum bewegen, geschweige denn mit irgendetwas beschäftigen oder ihre natürlichen Bedürfnisse befriedigen. Die Konsequenz sind stereotypische Verhaltensweisen, Verletzungen, infizierte Wunden, fehlende Gliedmaßen und Kannibalismus. Doch auch mit verbesserten Haltungsbedingungen könnte ein Leben in Gefangenschaft den Anforderungen dieser Tiere niemals gerecht werden. Die Tierarten, die auf solchen Farmen gehalten werden sind im Gegensatz zu anderen sogenannten „Nutztieren“ nicht domestiziert und leben nicht in Gruppen. Es sind Wildtiere, die üblicherweise alleine leben und territorial sind. Nerze sind z.B. natürlicherweise semiaquatische Einzelgänger.

Alle Pelzfarmen (auch „zertifizierte“) verwenden für die Haltung der Tiere kleine Drahtkäfige. Dieses Haltungssystem kann den Bedürfnissen der Tiere nicht einmal ansatzweise gerecht werden. Das Ausüben natürlicher Verhaltensweisen ist unmöglich. Die Konsequenz sind stereotypische Verhaltensweisen, Verletzungen, infizierte Wunden, fehlende Gliedmaßen und Kannibalismus. Die Antwort ist also ein klares NEIN, zertifizierte Pelzprodukte sind nicht tierschutzkonform.

In der Pelzindustrie werden verschiedene Chemikalien verwendet, die potentiell hautreizend sind. Dazu zählen Alkalien, Säuren, Alaun, Chromate, Bleichmittel, Öle, Salze und die Substanzen, die bei der Färbung zum Einsatz kommen (verschiedene Färbemittel und Mordants). Haz-Map listet mehr als 45 Chemikalien und Gruppen von Chemikalien, die in der Pelzverarbeitung zum Einsatz kommen, als Gefahrenstoffe. Darunter sind:

      • Karzinogene

      • Stoffe die Fehlbildungen von Embryos hervorrufen können

      • Stoffe, die Leber, Nieren, Lunge und Nerven schädigen

      • Ätzende Substanzen

      • Stoffe die Haut, Augen und Schleimhäute reizen

      • Stoffe die bei Hautkontakt oder durch Einatmen Allergien hervorrufen können

      • toxische Metalle, die nicht biologisch abbaubar sind und sich im Körper ansammeln


Die Verschmutzungen aus Pelzfarmen haben außerdem oft verheerende Auswirkungen auf umliegende Gewässer, Boden- und Luftqualität. Pelzfarmen haben nachweislich negative Auswirkungen auf die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen in der Umgebung.

Seit 2020 wurden zahlreiche Corona-Ausbrüche (zuletzt im Februar 2022) auf europäischen Pelzfarmen gemeldet. Laut einer Bewertung der FAO, WHO und OIE stellt das Überspringen des SARS-CoV-2 Virus von „Pelztieren“ auf den Menschen immer noch ein hohes Risiko für die öffentliche Gesundheit dar. Eine offizielle Zahl, wie viele Tiere aufgrund von Corona-Ausbrüchen auf Pelzfarmen getötet wurden gibt es nicht. Pressemitteilungen sprechen von 17 Millionen Nerzen in Dänemark, 100.000 Nerzen in Spanien und „tausenden“ Nerzen in Polen.

Die Pelzindustrie hatte in der Vergangenheit zerstörerische Effekte auf die lokale Biodiversität. Sie ist verantwortlich für das Aussterben einiger und die massive Eindämmung vieler anderer Arten. Einige haben sich davon bis heute nicht erholt und gelten als bedrohte Arten. Andere haben sich zwar erholt, weisen aber nur noch geringe genetische Variation auf. Weltweit gilt die Invasion durch gebietsfremde Arten als eine der größten Bedrohungen für die Biodiversität. Ein Drittel der invasiven, gebietsfremden Säugetierarten in Europa wurden mit Absicht oder versehentlich von der Pelzindustrie eingeführt. Darunter sind z. B. der Amerikanische Nerz und der Marderhund. Der Amerikanische Nerz hat als invasive Spezies den größten Einfluss auf europäische Arten. Er beeinflusst 47 native Arten, darunter auch 6 vom Aussterben bedrohte.

Die übrigen Pelzfarmen werden die Produktion nach und nach einstellen. Die noch vorhandenen Tiere werden getötet, verkauft oder anderweitig untergebracht und die letzten Pelze können verkauft werden. 

Die Initiative fordert nicht nur das EU-weite Verbot von Pelzfarmen sondern auch ein Verbot des Inverkehrbringens von Zuchttierpelzen und von Produkten, die solche Pelze enthalten. Die Erfüllung dieser Forderungen würde keine Stärkung, sondern sogar eine Schwächung der Pelzindustrie in anderen Ländern zur Folge haben. China ist der weltweit größte Pelzproduzent. Weil die EU momentan Exportmark für chinesische Pelzprodukte ist, hätte das Vermarktungsverbot direkte Konsequenzen für die chinesische Pelzindustrie. Außerdem ist China ein wichtiger Abnehmer von unverarbeiteten Nerzpelzen aus Europa. Mit dem Verbot der Pelzfarmen in der EU würde diese Quelle versiegen.